Eine neue Kindertageseinrichtung ist entstanden

Der Verein „Hilfe zur Erziehung e. V.“ hat ein altes Haus, welches einmal eine Grundschule war, in Torgelow, im Ortsteil Drögeheide, umgebaut. Die neue Einrichtung befindet sich in einem ruhigen Wohngebiet in direkter Nähe eines großen Waldgebietes. Die Einrichtung hat seit dem 01.09.2014 geöffnet. Wir haben eine Krippengruppe mit 15 Kindern sowie eine Elementargruppe mit 16 Kindern. Die Plätze in der Krippe sind nach Alter gestaffelt. So können vom 6. Lebensmonat bis zum zweiten Jahr, 10 Kinder betreut werden und vom zweiten Lebensjahr bis zum dritten Lebensjahr 5 Kinder. Der Elementarbereich ist nicht gestaffelt. Die Kita ist von Montag bis Freitag von 6.00 – 18.00 Uhr geöffnet.   Sollte sich herausstellen das Eltern eine länge Öffnungszeit am Tag oder auch den Samstag benötigten, kann das individuell berücksichtigt werden.

Große, bis zum Boden reichende Fenster sollen Transparenz für die Kinder schaffen und ihnen eine warme und helle Atmosphäre in vielen Bereichen bieten. Durch geöffnete Räume und teamübergreifende Arbeit lernen die Kinder, selbstständig und selbstbewusst die Einrichtung für sich zu nutzen.

Im Erdgeschoss rechts neben dem Eingangsbereich befindet sich der Krippenbereich und gegenüber der Küche der Elementarbereich. Die Kinder sind festen Gruppen und Bezugserziehern/ -erzieherinnen zugeordnet. Jedoch lautet unser pädagogisches Konzept „halboffene Arbeit“, d.h. alle Kinder können sich zwischen den Spiel- und Kreativräumen frei bewegen. 

Zudem arbeiten wir nach dem Situationsansatz. Dieser ist ein Bildungskonzept für den Elementarbereich, das die jeweiligen aktuellen Bedingungen einer Einrichtung berücksichtigt und entscheidend in den Alltag einbezieht, wie z. B. die persönliche Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien, Bedürfnisse von Kindern und Eltern, die soziale Situation im Einzugsgebiet, Wertorientierung des Trägers sowie räumliche Gegebenheiten der Einrichtung. Das Menschenbild des Situationsansatzes geht davon aus, dass Kinder in der Lage sind, ihre Entwicklung aktiv zu steuern. Sie haben von Anfang an Kompetenzen, um ihre Umwelt altersgemäß zu beeinflussen und zu gestalten.

Die Hauptziele sind Autonomie, Solidarität und Kompetenz. Unter Autonomie wird im Situationsansatz verstanden, die Selbstbestimmung und die Eigenständigkeit des Kindes zu fördern. Hierzu gehört auch die Partizipation, also die Beteilung und Mitbestimmung. So lernen die Kinder immer besser ihre Stärken und Fähigkeiten kennen und einschätzen.

Das Kindergarten- und Krippenteam freut sich darauf, die Kinder willkommen zu heißen und ihnen eine heimische und beschützende Atmosphäre mit altersentsprechender feinfühliger Pädagogik zu bieten. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die behutsame und individuelle Eingewöhnungszeit der Kinder, welche sich ausschließlich nach den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Entwicklungsprozesse nehmen wir durch gezielte Beobachtungen wahr. Durch eine anregende, altersgerechte Umgebung (eine attraktive Raumgestaltung, Auswahl an gutem Spiel- und Beschäftigungsmaterial) unterstützen wir die Kinder in deren Entwicklung. Hierbei bestimmt das Kind eigenständig sein Tempo.


Ebenso wünschen wir uns eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern zum Wohle der uns anvertrauten Kinder.

Das Betreuungsangebot richtet sich an Kinder ab einem halben Jahr bis zum Übertritt in die Schule (ab 6 Jahren).

 

1.Gesetzliche Grundlagen

Der Kindergarten richtet sich nach den Anforderungen des neuen KiföG Mecklenburg- Vorpommern von 2018. Die Kindertageseinrichtung möchte Kindern in einer wertschätzenden Offenheit Orientierung geben.

 

2. Wie wir unsere Aufgabe sehen

Können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie das erste Mal im Meer gebadet haben? Den Kopf unter Wasser, mit geöffneten Augen, den Blick umherschweifend? Was war das für ein Gefühl?

Bestimmt haben Sie sich unsicher gefühlt. Das liegt zum einen am fremden Element, zum anderen an der Größe und Weite des Meeres. Hier gibt es nichts, was Sicherheit bietet: keinen Rand, keine Grenzen, nichts zum Festhalten.

So ungefähr fühlen sich Kinder, wenn sie in eine neue Umgebung kommen. Sie erfahren eine völlig neue Welt, in der sie sich zurechtfinden müssen.

Machen Sie nun einen gedanklichen Sprung vom Meer ins Schwimmbad: Hier fühlen Sie sich bestimmt wohler. Zwar befinden Sie sich noch immer in einem fremden Element, aber es ist begrenzt durch die Beckenränder. Das vermittelt Sicherheit.

Und hierin besteht unsere Aufgabe als Pädagogen und Eltern: Wir müssen den Kindern Sicherheit bieten. Oder bildlich gesprochen: Wir sind ihre „Beckenränder“. Die Ränder formen sich durch Lob und Anerkennung, durch Grenzen und Regeln und durch Geborgenheit und Liebe.

Wir wollen den Kindern diese Sicherheit bieten, damit sie sich zu selbstständigen und selbstbewussten Menschen entwickeln. Damit sie die Welt entdecken können. Wir wollen sie darin bestärken, Neues auszuprobieren und ihnen helfen, die Regeln und Grenzen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu entdecken.

Jedes Kind hat andere Bedürfnisse und braucht für seine Entwicklung mal mehr, mal weniger von dem einen oder anderen. Und genau hier liegt der interessante Teil unserer Aufgabe.


Wir sind uns bewusst, dass die Entwicklungen in einer Kita niemals komplett abgeschlossen sind – Bildungspolitik sowie neueste Erkenntnisse in der Pädagogik und Wissenschaft regen immer wieder zu neuen Überlegungen an.

Auch unsere Kita „Waldwichtel“ versteht sich als eine Institution, die sich ständigen Veränderungen anpassen muss und will.


3. Einzelintegration

Der Kita Waldwichtel wurde im Rahmen der Betriebserlaubniserteilung gemäß §45 SGB VIII ab dem 1. März 2015 die Erlaubnis für die Durchführung der Einzelintegration für ein Kindergartenkind erteilt. Für die Förderung des Kindes wird eine zusätzliche heilpädagogische Fachkraft eingesetzt. Ausgehend von der jeweiligen Lebenssituation des Kindes wollen wir diese zur größtmöglichen Selbstständigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit und Eigenaktivität verhelfen. Oberstes Ziel unserer Arbeit ist die Förderung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der pädagogischen und therapeutischen Fachkräfte und die enge Kooperation mit den Eltern sind für uns eine wichtige Grundlage. .
Die Betreuung eines integrativen Kindes in unserer Einrichtung sehen wir als eine Bereicherung unserer pädagogischen Arbeit. In der Gemeinschaft haben alle Kinder die Möglichkeit, unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln. Durch gemeinsames Spielen und Lernen erleben und erfahren die Kinder die Individualität jedes Einzelnen. Sie lernen Stärken, Schwächen, Fähigkeiten und Einschränkungen kennen – mit diesen umzugehen und ein soziales Miteinander aufzubauen.

 

4. Das Team

Unser Team besteht aus drei staatlich anerkannten Erzieher/ -innen. Diese teilen sich die Arbeit im Krippen und im Elementarbereich. Derzeit befindet sich eine Fachkraft in der dualen Ausbildung. Zusätzliche Ausbildungen bestehen im Berteich der Heilerziehung, Sprachförderung und Erlebnispädagogik. Der Leiter der Einrichtung hat eine Zertifizierung zur Kita- Leitung.

5. Wie wir arbeiten

Wir begleiten und fördern die Kinder in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Das Erlangen von größtmöglicher Selbstständigkeit der Kinder gehört zu den wichtigsten Aufgaben. Zudem ist es unser Anliegen, verlässliche Beziehungen und Freundschaften zwischen den Kindern zu stärken und ihnen Regeln für das Zusammenleben in einer Kindergemeinschaft zu vermitteln.

Unsere Mitarbeiter/innen begleiten dabei die Kinder in ihrem Alltag und sind  in einem vertrauensvollen Miteinander verlässliche Bezugspersonen, denen die Kinder ihre Ängste und Sorgen anvertrauen können. Sie fungieren als Ansprechpartner bei Konflikten, um gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten. Zudem geben sie den Kindern Impulse, Neues auszuprobieren und zu entdecken.

Alle unsere Mitarbeiter/innen verstehen sich als Vorbilder und versuchen täglich, dieser Rolle und diesem Anspruch gerecht zu werden.

Unser Leitbild ist eine liebevolle, konsequente Erziehung, die bei uns gelebt und praktiziert wird.

In Elterngesprächen, aber auch auf Themen- und Klönnachmittagen geben wir gern Auskunft über unsere Grundsätze.


Ein fester Bestandteil einer Kita-Woche ist der Beobachtungstag. Alle Kinder in allen Bereichen werden regelmäßig gemäß pädagogischen Gesichtspunkten beobachtet und das Erfasste schriftlich dokumentiert. Den Eltern werden ein- bis zweimal im Jahr Elternsprechtage angeboten.


In der Arbeit mit den Kindern orientieren wir uns an folgenden Bereichen: 

  • · Körper, Bewegung, Gesundheit
  • · soziale und kulturelle Umwelt
  • · Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien
  • · bildnerisches Gestalten
  • · Musik
  • · mathematische, naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen


Jedes Kind hat bei uns die Möglichkeit, alle sieben Bereiche zu durchlaufen. Bei der Raumgestaltung und Schwerpunktsetzung unserer Arbeit mit Kindern steht die Förderung der Bewegungsfreude (bevorzugt in der Natur), Wahrnehmung und Kreativität im Vordergrund.

5.1 Kneipp

Bei herkömmlicher Vorbeugung steht das Verhindern von Krankheiten im Vordergrund. Unsere Arbeit hingegen orientiert sich am gesunden Menschen. Die Kinder lernen auf Dauer verantwortlich mit ihrer Gesundheit umzugehen. Ja sagen zu sich selbst, zum anderen und zur Natur. Körper, Geist und Seele sind eins und bilden zusammen das Fundament der gesundheitlichen Entwicklung. Sebastian Kneipp berücksichtigte das in seiner Lehre vom naturgemäßen Leben und Heilen. Sein Verfahren gründet auf den Wirkkräften der Natur. Natürliche Reize wie Sonne und Luft, Wärme und Kälte spielen dabei ebenso eine Rolle wie der Wechsel von Bewegung und Ruhe. Kneipps Lehre basiert auf fünf Elementen, die zusammengehören, sich überschneiden und ein umfassendes Gesamtgefüge bilden.

Die Träger und das Team der Einrichtungen sind sich ihrer Verantwortung zur ganzheitlichen Förderung der Persönlichkeit des Kindes bewusst. Da Gesundheitsförderung im gesamten Alltag passieren soll und nicht nur zwischen 8 und 17 Uhr, werden die Eltern einbezogen. Die Kinder sind nach Erfahrung der Mitarbeiter/-innen seltener krank bzw. erholen sich schneller als ihre Altersgenossen.

6. Die Räume

Unser Kindergarten „Waldwichtel“ ist eine Begegnungsstätte für Kinder und Familien, ein Lebens- und Erfahrungsraum, der Kindern die Möglichkeit bietet mit vielen anderen Kindern zu spielen, sich frei zu bewegen, zu basteln und zu werkeln, zu tanzen und zu singen, sich im Haus und im Freien aufzuhalten, um alle Erfahrungen machen zu können, die ein „glückliches Kind sein“ ausmachen.

Folgende Räume stehen dafür zur Verfügung:

  • Gruppenräume
  • Waschraum - Toilettenraum
  • Garderobe und Spielecke im Flur
  • Bastelwerkstatt
  • Kuscheloase
  • Turnraum im Nebengebäude und im Familienzentrum
  • Außengelände
  • angrenzendes Waldgebiet

6.1. Der Garten / Spielplatz

Der Kita steht ein großes Außengelände von ca. 1900m² zur Verfügung. Dieses hat eine bauliche Trennung um einen besseren überblick auf die U3 Kinder zu haben. Auf dem Gelände sind Sitzmöglichkeiten, Sandkästen mit Sonnensegeln, ein Berg mit Rutsche, ein Matschtisch und ein Spielhaus. Im hinteren Teil befindet sich ein kleiner Gemüsegarten. Entsprechend der finanziellen Möglichkeiten gestalten wir zusammen mit den Eltern und Kindern dieses Außengelände.

6.2. Die Umgebung

Regelmäßig planen wir  Ausflüge und Exkursionen in die nahe Umgebung. Beliebte Ausflugsorte sind u.a. das nahe gelegene Waldstück, das wir in wenigen Minuten zu Fuß erreichen können, das Ukranenland in Torgelow, der Tierpark und Strand in Ueckermünde.


7. Schwerpunkte der Einrichtung

7.1. Die Kinder im Zentrum

Kinder sind kleine Persönlichkeiten, in denen schon alles angelegt ist. Sie dürfen ihre Stärken entdecken und lernen mit ihren Schwächen umzugehen. Kinder möchten Freundschaften schließen. Sie dürfen sich in der Gemeinschaft der Gruppe einleben, damit sie Freude am Leben und Tun haben, sich ausprobieren können und Schutz, Geborgenheit und Wärme erfahren.                                

                                                                       

7.2. Die Rechte der Kinder

Ein Kind hat das Recht:

  • Kind zu sein und so akzeptiert zu werden, wie es ist
  • auf einen individuellen Reifungs- und Entwicklungsprozess mit seinem eigenen Tempo
  • auf positive Zuwendung
  • auf eine „heimlige“ Umgebung
  • auf Hilfe und Schutz
  • auf engagierte und partnerschaftliche Erzieher/- innen
  • auf Auseinandersetzungen mit Kindern, Erzieher/ -innen und anderen Bezugspersonen
  • auf Spielen
  • sich Spielkameraden und Freunde auszusuchen
  • auf eigene Entscheidungen
  • auf vielfältige Erfahrungen im Kindergarten und Umgebung
  • sich weiterzuentwickeln und zu lernen
  • auf Phantasie
  • auf ausreichende Bewegung
  • auf Förderung
  • auf Partizipation
  • die Konsequenzen für das eigene Verhalten zu erfahren
  • auf Mitarbeit und Interesse der Eltern
  • auf gesunde Ernährung

„Wer wir sind, wer wir werden, ist bestimmt durch die Menschen,

die uns lieben.“ (Powell)

 

7.3. Ziele

Aus den Rechten eines Kindes ergeben sich für uns folgende Ziele:

 

 

 

7.4. Die Aufgaben der Erzieherinnen

Wir werden den Kindern:

  • einen geschützten, liebevollen Raum zum Wohlfühlen und des gegenseitigen Vertrauens bieten
  • bei der Wahl des Spieles, des Spielkameraden, des Spielorts und der Dauer des Spieles behilflich sein
  • ihr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken und sie in der Entwicklung zu einer selbständigen Persönlichkeit fördern

Folgende Bereiche fördern wir besonders:

 

à Bewegung:        wöchentliche Sport- und Spielangebote im Sportraum des

Nebengebäudes o. Familienzentrums

à Musik:                  musikalische Früherziehung, Rhythmik, regelmäßige

gemeinsame Singkreise

 

à Sprache:                         spezielle Sprachförderung - Zusammenarbeit mit Logopäden

à Vorschule:          tägliche Vorbereitung auf die Schule (durch Sport, Lernwerkstatt,                                     „Unterricht“ etc.)

à Nachhaltigkeit: bewusster Umgang mit Menschen, Materialien, Natur

à Natur:                  erlebbar auf unserem Außengelände, mit unserem geplanten                               Hochbeet sowie gestaltetem Spielbereich, in den umliegenden                            Wäldern, auf Ausflügen (Ukranenland, Tierpark, Strand etc.)

à Ernährung:        große Wertlegung auf eine gesunde und vollwertige

Ernährung

Bewirtschaftung des Beetes in unserem Außenbereich durch die Kinder – Ziehen von Gemüse

à Frische Luft:      täglicher Aufenthalt im Freien (wenn möglich)

7.5. Prioritäten

Wir fördern die Kinder individuell und ganzheitlich, d.h. in ihrem Wachsen an Seele, Leib und Geist. Die Selbständigkeit des Kindes wird gefördert, indem wir die Kinder dort unterstützen, wo noch Hilfe gebraucht wird, und uns zurückziehen, wo sie es selbst schaffen.

Wir befähigen die Kinder:

  • die Eigenverantwortung für ihr Handeln und Tun zu übernehmen
  • mit Konflikten umzugehen
  • durch Lob und Anerkennung zu wachsen
  •  

So lernen sie, sich und andere so anzunehmen, wie sie sind. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, kreativ zu sein und sich auszuprobieren.

8. Mittel und Methoden pädagogischen Handelns

8.1. Das Spiel

"Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, so lang man klein ist - dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann." (Astrid Lindgren)

Als Freispiel bezeichnen wir den Zeitraum, in dem die Kinder frei über Spielart, Spielmaterial, Spieldauer, Spielpartner und Spielort entscheiden.

Das Spiel stellt die elementarste Lebens- und Lernform des Kindes dar.
Deshalb wird in unserer Einrichtung dem Freispiel ein hoher Stellenwert beigemessen. Besonderen Wert legen wir auf das Spielen in freier Natur. Spielen und Lernen sind keine Gegensätze, sondern eng miteinander verknüpft.
Freie Spielprozesse sind immer auch Lernprozesse, denn Kinder lernen in erster Linie durch freies Spielen.

So werden während des Spiels verschiedene Basiskompetenzen gefördert:

8.1.1. Personale Kompetenz

Die Förderung der personalen Kompetenz (Ich-Kompetenz) umfasst:

  • die Eigenwahrnehmung und die Befriedigung eigener Bedürfnisse (Was tut mir heute gut? Auf welche Form von Spiel habe ich Lust?)
  • die Entwicklung des Gefühls für Anspannung und Entspannung (In welchem Spiel finde ich nach einer Anstrengung wieder Ruhe und Entspannung?)
  • die Einschätzung eigener Stärken und Schwächen
  • die eigene Entscheidung womit, mit  wem, wo, wie und wie lange gespielt wird
  • die Selbstverantwortung für das eigene Tun und die eigenen Entscheidungen
  • das freie Spiel mit eigenen Interessen, Wünschen, Ängsten und Phantasien

 

8.1.2. Sozialkompetenz

Die Förderung der Sozialkompetenz umfasst,

  • Kommunikation und Interaktion
  • Beachtung von Gruppenregeln
  • Begegnung mit Freunden
  • Konfliktlösung
  • Verantwortung für das eigene Tun
  • Positionierung innerhalb der Gruppe
  • Meinungsäußerung

8.1.3. Lernmethodische Kompetenz

Die Förderung der Lernmethodischen Kompetenz umfasst

  • ein Lernen durch Versuch, Irrtum und eigene Erfahrungen
  • Erfahrungen mit sich selbst, in der Gruppe und mit unterschiedlichen Materialien
  • Informationsbeschaffung und deren Vertretung
  • sich selbst Lernaufgaben und Ziele zu setzen
  • eigene Lernprozesse zu hinterfragen - Was kann ich schon gut? Was möchte ich noch lernen? Was könnte ich anders angehen?

 

9. Die Abläufe in der Kita

9.1. Ein Tag im Krippenbereich

Die Kinder essen und schlafen in ihren Räumlichkeiten. Erst wenn sie die nötige Reife erworben haben, wechseln sie in den Elementarbereich.

Der Garten, der durch eine Tür im Gruppenbereich direkt betreten werden kann, garantiert, dass die Kinder so oft wie möglich ins Freie gehen können. Unser Außengelände, der Sportraum im Nebengebäude oder auch im Familienzentrum und spezielle Holzmaterialien bieten eine Bewegungsvielfalt in jeglicher Form. Ein wöchentliches Rhythmikangebot (Bewegung zur Musik) besteht für alle Kinder, die laufen können.

Wöchentliche Angebote können dem aushängendem Wochenplan entnommen werden.

9.2. Die Eingewöhnung

Bei der Eingewöhnung der Krippenkinder orientieren wir uns an dem “Berliner Bildungsprogramm“. Es sieht eine vierwöchige Eingewöhnungsphase vor, in der sich ein Elternteil in der ersten Zeit mit seinem Kind zusammen im Bereich aufhält. Nach einer ca. einstündigen Phase in den ersten drei Tagen wird am vierten Tag (spätestens in der zweiten Woche) behutsam die erste Trennung anvisiert, die dann – je nachdem, wie die Kinder und Eltern die Trennung verkraftet haben – verlängert wird.

Wenn die Kinder in ihrer Entwicklung weit genug sind (meist so um das dritte Lebensjahr) werden sie sanft in den nächsten Bereich – den Elementarbereich – eingewöhnt.  

Die Eingewöhnung der Elementarkinder wird individuell gehandhabt. Da einige Kinder schon  Erfahrungen durch Tagesgruppen o. ä. mitbringen werden, kann die Eingewöhnungszeit von einem Tag bis zu mehreren Wochen dauern.

9.3. Ein Tag im Elementarbereich

Gefrühstückt wird im Gruppenraum. Nach dem Morgenkreis findet ein festes oder freies  Angebot statt, welches von Tag zu Tag unterschiedlich aussieht.  Zudem bieten wir Projekttage über mehrere Wochen und Monate an. Verschiedene Ausflüge (auch ganztägig) gehören auch dazu.

 


10. Kooperationen/ Projekte

Wir bieten wöchentlich verschiedene Kooperationen in der Kita an, z. B. musikalische Förderung, Naturangebote durch das Forstamt Torgelow, Sportspaß im Bewegungsraum, Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Bundespolizei und Landespolizei, Erziehungs- und Alltagsberatung (monatlich), Jugend – Zahnpflege/ Prophylaxe, Physiotherapie, Ergotherapie und einiges mehr.

Über das Jahr verteilt finden im Elementarbereich verschiedene Projekte statt, an denen die Kinder über einen längeren Zeitraum in Gruppen ein- bis zweimal wöchentlich teilnehmen können.

Einmal im Jahr übernachten die älteren Kinder aus dem Elementarbereich in der Einrichtung, inklusive Schatzsuche und Frühstück am nächsten Tag.



  1. Einbindung der Eltern


Wichtig sind uns der Austausch und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern. Deshalb laden wir regelmäßig zu Klönnachmittagen und Elterngesprächsrunden mit Themenschwerpunkten ein. Ein- bis zweimal im Jahr bieten wir den Eltern Entwicklungsgespräche an.

Der Elternrat trifft sich regelmäßig mit der Leitung. Somit  findet ein reger Austausch über die zukünftigen Vorhaben statt. Anliegen von den Eltern werden mit eingebracht.

12. Qualitätssicherung

Teamsitzungen finden 14tägig statt, in denen die pädagogische Arbeit ausgewertet, besprochen und geplant wird. Zudem werden regelmäßige Supervisionen und Fortbildungsveranstaltungen zur Unterstützung und Qualitätsentwicklung des Teams durchgeführt.

Unsere Fachberaterin des Jugendamtes, Frau Gornig, steht uns für Fragen stets zur Seite. Beratend wirkt sie für den Träger und das Kindergartenteam.

Stand: 01.05.2019